Fluessigfeuer
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Absichtserklärung und Bewerbung

Die deutsche Literaturlandschaft besteht aus sichtbaren und unsichtbaren Bestandteilen. Über die sichtbaren soll hier nicht geredet werden, sie sind allgegenwärtig und es gibt genug Websites, die sich mit ihnen befassen. Diese Website will sich der unsichtbaren Literatur verschreiben und sie, zumindest ein wenig, ans Licht befördern.

Die Existenz des Unsichtbaren steht dabei außer Frage. Tausende von unbekannten Autoren kämpfen um Sichtbarkeit. Über ihren Bekannten- und Verwandtenkreis hinaus werden aber nur wenige sichtbar. Märchen von einem Traumvertrag nach der ersten Einsendung des eigenen Manuskripts an einen Verlag gehen selten in Erfüllung. Die Realität sieht anders aus. Will man in einer deutschen Literaturzeitschrift publizieren, bekommt man wegen der Vielzahl an Zusendungen meist nur eine peinlich-höflich formulierte Absage. Von größeren Verlagen wollen wir gar nicht erst reden...   

Dabei geht es vielen Autoren nicht um Ruhm und Reichtum. Sie wollen ihre Schriften in Umlauf bringen und über verschiedene Fragen und ihre Ideen diskutieren. Eine gute Möglichkeit hierfür sind Lesungen und Poetry-Slams. Im Gesicht der Zuhörer Meinungen und Gefühle ablesen, im Anschluss mit ihnen diskutieren und vielleicht ein paar Schriften an den Mann bringen, das sind klar auf der Hand liegende Vorteile solcher Veranstaltungen. Sie sind aus dem Literaturleben nicht wegzudenken und sind für jeden Autor unbedingt empfehlenswert. Ist man aber unbekannt, wird man mit Einladungen zu Lesungen nicht gerade überflutet. Auch sind Poetry-Slams, namentlich in kleineren Städten, keinesfalls häufige Ereignisse. Und nicht jedermann ist ein Liebhaber heftiger Adrenalinstöße, die ganz unvermeidlich sind, wenn man vor einem großen Publikum steht. Kurzum, mit den Möglichkeiten des WWW gibt es eine Alternativ, die hier angeboten werden soll.

Die Flüssigfeuer-Website ist ein Internet-Literatur-Portal. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Schriften einzusenden und hier zu veröffentlichen. Dabei behalten Sie freilich alle Nutzungsrechte und können Ihre Schriften jederzeit anderswo veröffentlichen oder vertreiben. Sollten Sie der Veröffentlichung auf diesem Server nicht mehr zustimmen, genügt eine kurze E-Mail und Ihre Dateien werden gelöscht. Sind Ihre Schriften aber veröffentlicht, gibt es für Sie viele Möglichkeiten, mit den Lesern in Kontakt zu treten. Anhand von Befragungen können Sie sehen, welchen ersten Eindruck die Leser von Ihren Geschichten oder Aufsätzen hatten. Mithilfe von Formularen können Leser jederzeit Kritiken an Sie schicken und, sofern Sie wollen, können Sie mit ihren Lesern eingehend kommunizieren. Sie bekommen also wertvolle Kritik und schaffen zudem eine Datenbank, welche die deutsche Kultur bereichern kann.

Neue Beiträge werden monatlich auf der Homepage vorgestellt. Unter dem Punkt Statistik werden die meistgelesenen Werke aufgeführt. Wie Sie sehen, gibt die Datenbank Ihnen nicht nur die Möglichkeit, sich anhand der Leserkritiken weiterzuentwickeln, sondern auch Ihr Name wird nicht mehr im Unsichtbaren schweben.

Veröffentlicht werden Kurzgeschichten und Gedichte auf Deutsch oder Englisch ohne inhaltliche oder stilistische Einschränkungen. Experimente sind also kein Wagnis. Auch Essays sind erwünscht. Seien es Betrachtungen zur Politik, Ethik, Geschichte oder Wissenschaft, jeder Bereich des öffentlichen Lebens kann angesprochen werden. Alle Betrachtungen können Grundlage ausgiebiger Diskussionen sein. Pluralismus und Weltoffenheit sind gefragt und sollen mit dieser Datenbank gefördert werden.

Sollten Sie Interesse gewonnen haben, Ihre Schriften hier zu veröffentlichen, können Sie eine Bewerbung per E-Mail schicken. Zur Bewerbung hier klicken...

Freilich soll die Website kein alleiniger Tummelplatz für Autoren sein. Jeder Nicht-Schriftsteller sei ebenso eingeladen, sich einen Überblick über die verschiedenen Beiträge zu verschaffen und selbst Kritik zu üben; denn kritische Augen und Ohren sind das Fundament geistiger Freiheit. Und was könnte wichtiger sein, als danach zu streben?

Theodor Flüssigfeuer

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